Wien – Florian Klenk ist « Journalist des Jahres« . Der « Falter »-Journalist, der nun für zwei Jahre den Österreich-Teil der « Zeit » macht, hat 2005 « Meilensteine » gesetzt – « wieder einmal », wie die Jury feststellt. Zum zweiten Mal hat der « Österreichische Journalist » eine Jahresbilanz der journalistischen Arbeit in diesem Land gezogen. Chefredakteure wie Herbert Lackner, Karl Amon, Andreas Unterberger haben in der Jury mitgewirkt, auch renommierte Medienjournalisten, wie Bernhard Baumgartner und Harald Fidler. Und auch Armin Wolf, « Journalist des Jahres 2004 », war in der Jury.
Siehe auch seinen Artikel in Die Zeit Nr. 52 vom 21. Dezember 2005 zum UN Sonderberichterstatter über Folter, Manfred Nowak.
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Sorry, ich fand keine Photo von Florian Klenk.
Siehe auch unseren Beitrag auf unserem NGO-Blog vom 10. Januar 2006 über die UN-NGOs-Govs-working group in Genf vom 23.Febr. – 5. März 2006.
Der Fall Cheibani Wague zum Beispiel wurde vor dem Strafgericht abgehandelt. Der Mauretanier war unter den Beinen der Einsatzkräfte erstickt, sagt jetzt ein Gerichtsgutachter. Nach zwei Jahren kommt die Wahrheit offenbar doch ans Licht. Die Wiener Gerichtsmedizin scheint sich wieder geirrt zu haben. Ist sie schlampig oder voreingenommen? Elfriede Jelinek hat auf ihrer Homepage (im Kapitel « Aktuelles ») einen Text dazu geschrieben. (Siehe weiter alle Einzelheiten bei Watch Dog).
Mehr auch zum Fall Cheibani, und weitere, hier bei falter.at): … Er randalierte und sollte « gebändigt » werden, dann versagte plötzlich sein Herz. Der Tod des 33-jährigen Physikers und Afrikaners Cheibani Wague wurde vergangene Woche von den Behörden verdächtig schnell geklärt. Ein dem « Falter » vorliegendes Video und Zeugenaussagen stellen den Fall völlig anders dar. Experten sind fassungslos. (von Florian Klenk).
Interview mit Florian Klenk: Interview mit Florian Klenk, geführt von Veronika Weidinger. Sie hat den Falter-Journalisten getroffen und mit ihm über den Tod von Cheibani W. gesprochen. Florian Klenk hat durch die Auffindung des Videos den Fall erst ins Rollen gebracht hat.
VW: Du bist Jurist und vor allem Journalist bei der Wiener Stadtzeitung « Falter », und du bist bekannt für deine investigativen Kompetenzen. Du recherchierst schon manchmal in Fällen nach, die sonst vielleicht medial untergehen würden. Im letzten und aktuellen Fall geht es um den ominösen Tod im Afrikadorf in Wien von letzter Woche. Da hast du ein Video bekommen, oder bist an ein Video rangekommen, das diesen Fall noch einmal ziemlich in die Öffentlichkeit gebracht und jetzt auch einige Fragen aufgeworfen hat. Wie bist du da vorgegangen?
FK: Ich hab letzte Woche von dem Tod erfahren. Es gab in diesem Afrikadorf große Meinungsverschiedenheiten darüber, was denn nun wirklich passiert sei. Viele wollen etwas gesehen oder gehört haben. Aber nur wenige waren wirklich am Ort des Geschehens. Da hab ich mir gedacht, wenn da zu Mitternacht am Heumarkt acht Polizeiautos gestanden sind, dann ist es doch am besten, man geht in die Häuser am Heumarkt. Da muss ja jemand was gesehen haben. Deshalb bin ich – sehr klassisch, wie man das halt so lernt – von Haustür zu Haustür gegangen, hab dort angeleutet, gesagt « Grüß Gott, mein Name ist Florian Klenk vom Falter, haben sie irgendwas gesehen? », und hatte eben das Glück, dass nicht nur die Pressesprecherin des Innenministers dort wohnt (sie hat leider nichts gesehen), sondern, dass auch ein Anrainer ein Video gedreht hat. Wir haben uns das gemeinsam angeschaut, und ich war dann eigentlich sehr schockiert von dem, was ich auf dem Band gesehen hab. Weiter siehe unter fm4.ORF.at).
Siehe unter Wikipedia: Florian Klenk (* 23. Juni 1973) ist ein österreichischer Journalist. Klenk arbeitete anfangs als freier Mitarbeiter bei der Tageszeitung Kurier (vorwiegend erichtsreportagen). Später war er freier Mitarbeiter und Redakteur der Wiener Stadtzeitung Falter. Seit November 2005 ist er für Die Zeit tätig.
Bekannt ist Klenk als Aufdeckungsjournalist, u. a. in Bezug auf Menschenhandel, die Spitzelaffäre oder den Fall Seibane Wague. Klenk wurde im Jahr 2000 mit dem Concordia-Preis, 2002 mit dem Claus-Gatterer-Preis und 2005 mit dem Kurt-Vorhofer-Preis ausgezeichnet.
link:
Linked to our presentation of Manfred Nowak on January 10, 2006;
Also linked to our presentation of Special Rapporteur on Torture on January 10, 2006;
Also linked to our presentation of op-icescr & NGOs on January 10, 2006.